Was dich in diesem Leitfaden erwartet: Du bekommst fünf kopierfertige Vorlagen für die Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus — von „keine KI genutzt“ bis zur eidesstattlichen Erklärung für Abschlussarbeiten. Dazu ein vollständiges KI-Verzeichnis-Muster mit vier Spalten, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Dokumentation, den Vergleich der Regelungen an sechs deutschen Hochschulen, eine Checkliste vor der Abgabe und zehn FAQ mit praxisnahen Antworten. Lesezeit: ca. 14 Minuten.

Wer 2026 eine Hausarbeit schreiben lassen mit KI möchte oder auch nur einzelne Absätze mithilfe von ChatGPT formuliert hat, steht unweigerlich vor einem Dokument, das über Bestehen oder Durchfallen entscheiden kann: der Eigenständigkeitserklärung. Seit dem Sommersemester 2025/26 verlangen nahezu alle deutschen Hochschulen einen expliziten KI-Passus in dieser Erklärung — egal ob Hausarbeit, Seminararbeit oder Masterarbeit. Fehlt die Angabe oder ist sie fehlerhaft, drohen Note 5,0, Exmatrikulation oder sogar strafrechtliche Konsequenzen. Dieser Leitfaden liefert dir fünf kopierfertige Vorlagen, ein vollständiges KI-Verzeichnis-Muster und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der du deine Arbeit formal sicher abgibst.

Was ist eine Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus?

Die klassische Eigenständigkeitserklärung ist die schriftliche Versicherung, dass du deine wissenschaftliche Arbeit selbstständig verfasst, alle genutzten Quellen angegeben und keine unzulässigen Hilfsmittel verwendet hast. Bis 2023 umfasste sie drei Kernaussagen: Eigenständigkeit der Leistung, vollständige Quellenangabe und Auflistung aller Hilfsmittel.

Der KI-Passus erweitert dieses Dokument um einen vierten Baustein. Er verpflichtet dich, Art, Umfang und Zweck jedes eingesetzten KI-Werkzeugs transparent offenzulegen. Je nach Hochschule reicht eine kurze Erklärung im Fließtext oder es wird ein vollständiges KI-Verzeichnis als Anhang verlangt. Ohne diesen Zusatz gilt deine Arbeit an immer mehr Universitäten als formal unvollständig — selbst wenn der Inhalt fehlerfrei ist.

Infografik: Vergleich zwischen Eigenständigkeitserklärung und eidesstattlicher Erklärung — zwei Dokumentenkarten mit Icons für Prüfungsrecht und Strafrecht

Warum die Eigenständigkeitserklärung KI 2026 zur Pflicht geworden ist

Im Wintersemester 2024/25 nutzten laut einer CHE-Studie bereits 25 Prozent der Studierenden täglich und weitere 40 Prozent gelegentlich KI-Tools. Zum Sommersemester 2026 ist KI an Hochschulen kein Randthema mehr, sondern Standardwerkzeug. Die Reaktion der Universitäten fiel entsprechend aus: Nahezu jede Prüfungsordnung fordert inzwischen eine explizite KI-Kennzeichnungspflicht.

Die Universität Koblenz führte im April 2026 ein dreistufiges KI-Ampelsystem ein — Rot bedeutet KI verboten, Gelb eingeschränkt erlaubt, Grün vollständig erlaubt — und verlangt je nach Ampelfarbe eine andere Eigenständigkeitserklärung. Die HTW Berlin stellt vier verschiedene Vorlagen bereit, von der Kurzversion bis zum vollständigen KI-Verzeichnis. Die Uni Graz geht noch weiter und fordert eine fünfspaltige Dokumentationstabelle inklusive Reflexionsspalte.

Der Trend ist eindeutig: Wer seine KI-Nutzung nicht lückenlos dokumentiert, riskiert nicht nur eine schlechte Note, sondern den Verlust der gesamten Prüfungsleistung.

Rechtliche Konsequenzen bei fehlender KI-Kennzeichnung

Eine fehlende oder falsche Eigenständigkeitserklärung KI ist kein Kavaliersdelikt. Die Konsequenzen staffeln sich in vier Stufen, je nach Schwere des Verstoßes und der geltenden Prüfungsordnung.

Auf der ersten Stufe wird die Arbeit zur Nachbesserung zurückgegeben — du musst die KI-Erklärung nachreichen und verlierst wertvolle Zeit. Auf der zweiten Stufe wertet die Hochschule die fehlende Kennzeichnung als Täuschungsversuch, die Prüfung gilt als nicht bestanden mit Note 5,0, und du musst die Arbeit mit einem neuen Thema komplett neu schreiben.

Auf der dritten Stufe kann bei wiederholten oder besonders schwerwiegenden Verstößen die Exmatrikulation ausgesprochen werden. Das Verwaltungsgericht Kassel hat im Februar 2026 bestätigt, dass die undeklarierte Nutzung von KI-Textgeneratoren als Täuschung im Sinne der Prüfungsordnung gewertet werden kann. Die vierte Stufe betrifft die eidesstattliche Erklärung: Wer darin KI-Nutzung verschweigt, kann sich wegen falscher Versicherung an Eides statt nach § 156 StGB strafbar machen — mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

alt="Infografik: Vier Konsequenzstufen bei fehlender KI-Kennzeichnung — von Nachbesserung über Note 5,0 und Exmatrikulation bis Strafverfahren nach § 156 StGB"

5 Vorlagen zum Kopieren — Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus

Die folgenden fünf Vorlagen decken die häufigsten Szenarien ab. Wähle die passende Version, passe sie an die Vorgaben deiner Hochschule an und füge sie als letzte Seite deiner Arbeit ein. Diese Muster ersetzen nicht die offizielle Vorlage deiner Universität — prüfe immer zuerst die Prüfungsordnung und die Website deines Prüfungsamts.

Vorlage A — Keine KI-Nutzung

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht.

Ich habe keine KI-gestützten Textgeneratoren oder andere generative KI-Werkzeuge bei der Erstellung dieser Arbeit verwendet.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ] ________________________[Vor- und Nachname]

Vorlage B — KI als unterstützendes Hilfsmittel (Recherche, Korrektur, Ideenfindung)

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne unzulässige fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt.

Ich habe KI-gestützte Werkzeuge ausschließlich in unterstützender Funktion eingesetzt, insbesondere zur Literaturrecherche, sprachlichen Überarbeitung und/oder Ideenfindung. Die inhaltliche Argumentation, die Struktur und die endgültige Formulierung der Arbeit stammen ausschließlich von mir. Art, Umfang und Zweck des KI-Einsatzes sind im beigefügten KI-Verzeichnis (Anlage) dokumentiert.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ] ________________________[Vor- und Nachname]

Vorlage C — KI für Textgenerierung genutzt (mit Überarbeitung)

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig verfasst habe.

Ich habe generative KI-Werkzeuge zur Erstellung von Textentwürfen eingesetzt. Alle KI-generierten Passagen wurden von mir inhaltlich geprüft, kritisch überarbeitet und in eigenen Worten neu formuliert. Ich übernehme die volle Verantwortung für sämtliche Inhalte — einschließlich möglicher Fehler, urheberrechtlicher Fragen und inhaltlicher Ungenauigkeiten.

Die eingesetzten KI-Tools, der jeweilige Einsatzzweck und die betroffenen Abschnitte sind im beigefügten KI-Verzeichnis (Anlage) vollständig dokumentiert. Prompt-Protokolle und Chat-Verläufe liegen als PDF-Export im Anhang bei.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ] ________________________[Vor- und Nachname]

Vorlage D — Eidesstattliche Erklärung mit KI-Passus (Abschlussarbeit)

Hiermit versichere ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne unzulässige fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß anderen Werken entnommen sind, habe ich unter Angabe der Quelle kenntlich gemacht. Diese Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen.

Erklärung zur Nutzung von KI-Werkzeugen:
☐ Ich habe keine generativen KI-Werkzeuge bei der Erstellung dieser Arbeit verwendet.
☐ Ich habe generative KI-Werkzeuge eingesetzt. Art, Umfang, Zweck und die betroffenen Abschnitte sind im beigefügten KI-Verzeichnis (Anlage) vollständig dokumentiert. Die inhaltliche Verantwortung für sämtliche Passagen liegt ausschließlich bei mir.

Mir ist bewusst, dass eine falsche eidesstattliche Versicherung gemäß § 156 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden kann.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ] ________________________[Vor- und Nachname, handschriftliche Unterschrift]

Vorlage E — KI als Forschungsgegenstand

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig verfasst habe.

Künstliche Intelligenz ist in dieser Arbeit Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung. Die Arbeit bezieht sich auf Verfahren, Modelle oder Anwendungen der KI. Soweit KI-Tools zusätzlich als Hilfsmittel genutzt wurden, sind Tool, Zweck, Eingabe, Ausgabe und eigene Prüfung im beigefügten KI-Verzeichnis (Anlage) gesondert dokumentiert.

Die inhaltliche Verantwortung für sämtliche Passagen — einschließlich KI-unterstützter — liegt ausschließlich bei mir.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ] ________________________[Vor- und Nachname]

Hochschul-Vergleich — so regeln 6 Universitäten die KI-Erklärung

Die folgende Tabelle zeigt, welche Variante der Eigenständigkeitserklärung sechs ausgewählte Hochschulen fordern. Nutze sie als Orientierung — verbindlich ist immer deine lokale Prüfungsordnung.

KI-Regelungen deutscher und österreichischer Hochschulen im Vergleich (Stand 2026)
Hochschule KI-Regelung KI-Verzeichnis? Besonderheit
Uni Koblenz Dreistufiges Ampelsystem (Rot / Gelb / Grün) Ja, 4 Spalten Je nach Ampelfarbe andere Eigenständigkeitserklärung.
HTW Berlin Vier Vorlagen je nach KI-Einsatz Ja Eigene Handreichung mit Word-Vorlagen zum Download.
Uni Graz 5-Spalten-Dokumentations­tabelle Ja, 5 Spalten inkl. Reflexion E-Signatur über UNIGRAZonline möglich.
Uni Hohenheim KI in unbeaufsichtigten Prüfungen erlaubt Empfohlen Separate Erklärung zur Verwendung generativer KI.
Uni Bielefeld Ungekennzeichnete KI = Täuschungsversuch Je nach Aufgabe Muster-Eigenständigkeits­erklärungen für Chatbots.
Uni Wuppertal Tool-Liste + tabellarischer Nachweis Ja, Belegtabelle im Anhang Modellname, Version, URL, Datum — Chat-Verlauf speichern.

Quelle: offizielle Handreichungen und Prüfungsordnungen der genannten Hochschulen (Stand 2026). Regelungen ändern sich semesterweise — vor Abgabe immer die aktuelle Version im Studierendenportal deiner Hochschule prüfen.

Infografik: Vereinfachte Karte von Deutschland und Österreich mit sechs Standort-Pins für Hochschulen und ihre KI-Regelungen zur Eigenständigkeitserklärung

KI-Verzeichnis erstellen — Schritt für Schritt

Das KI-Verzeichnis ist das Herzstück der erweiterten Eigenständigkeitserklärung. Es macht deinen KI-Einsatz für Prüfende lückenlos nachvollziehbar. Die folgende Anleitung orientiert sich am umfassendsten Standard — der Vier-Spalten-Tabelle, wie sie die Uni Koblenz und die Uni Wuppertal empfehlen. Wenn deine Hochschule fünf Spalten verlangt (z. B. Uni Graz mit Reflexionsspalte), ergänzt du diese einfach.

Schritt 1: Dokumentation ab dem ersten Prompt starten

Beginne nicht erst kurz vor der Abgabe, sondern ab dem ersten Prompt. Speichere jeden Chat-Verlauf als PDF oder Screenshot. Notiere zu jedem Einsatz: welches Tool inklusive Version und Datum, wofür du es genutzt hast, was du mit dem Ergebnis gemacht hast und wie du es überprüft hast.

Schritt 2: Dokumentationstabelle anlegen

Erstelle eine Tabelle mit mindestens vier Spalten. Die folgende Mustertabelle zeigt dir ein praxistaugliches Format, das du direkt übernehmen und an deine Arbeit anpassen kannst.

KI-Tool, Version & Zeitraum Verwendungszweck Betroffene Abschnitte Kritische Prüfung & Überarbeitung
ChatGPT (GPT-4o), OpenAI, April 2026 Gliederungsvorschläge und Ideenfindung Kapitel 1 und 3 (vgl. Prompt-Protokoll, Anhang B1) Gliederungslogik geprüft, 2 Unterpunkte gestrichen, Reihenfolge manuell angepasst
Perplexity AI (Pro), Mai 2026 Literaturrecherche zu empirischen Studien Kapitel 2.1 (vgl. Anhang B2) Alle 6 Quellen in Uni-Bibliothekskatalog verifiziert; 2 Halluzinationen verworfen
DeepL Write (Pro), Juni 2026 Sprachliche Überarbeitung Einleitung und Abstract Fachbegriffe korrigiert; 4 Vorschläge wegen zu alltagssprachlicher Formulierung abgelehnt
Claude (3.5 Sonnet), Anthropic, Juni 2026 Gegenargumente zur These prüfen Kapitel 4 — Diskussion (vgl. Anhang B3) 3 von 5 Argumenten übernommen; 2 als zu allgemein verworfen

Schritt 3: Prompt-Protokolle im Anhang beifügen

Viele Hochschulen erwarten zusätzlich ein Prompt-Protokoll — also die vollständigen Chat-Verläufe als Anhang. Exportiere den Chat als PDF direkt aus dem Tool, nummeriere die Protokolle (Anhang B1, B2, B3) und verweise in der Dokumentationstabelle darauf.

Schritt 4: Kennzeichnung im Fließtext ergänzen

Ergänze in deinem Methodenteil oder in Fußnoten kurze Hinweise, wo du KI eingesetzt hast. Eine bewährte Formulierung lautet: „Zur sprachlichen Überarbeitung dieses Abschnitts wurde DeepL Write unterstützend eingesetzt. Für die inhaltliche Gestaltung und Verantwortung zeichnet sich ausschließlich die Autorin verantwortlich.“

Schritt 5: Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus einfügen

Wähle die passende Vorlage (A bis E), passe sie an die Anforderungen deiner Hochschule an und füge sie als letzte Seite deiner Arbeit ein — mit handschriftlicher Unterschrift, Ort und Datum.

Infografik: Horizontale Timeline mit fünf Schritten zum Erstellen eines KI-Verzeichnisses — Dokumentieren, Tabelle anlegen, Prompt-Protokolle, Fließtext kennzeichnen, Erklärung unterschreiben

Welche KI-Nutzung musst du dokumentieren — und welche nicht?

Nicht jeder Einsatz eines digitalen Werkzeugs fällt unter die Dokumentationspflicht. Die folgende Übersicht hilft dir, zwischen kennzeichnungspflichtiger und nicht-pflichtiger Nutzung zu unterscheiden.

KI-Einsatz Dokumentieren? Hinweis
Textpassagen generieren lassen Immer ja Greift direkt in die inhaltliche Eigenleistung ein
Sätze umformulieren lassen (z. B. DeepL Write) Meistens ja Geht über klassische Korrektur hinaus
Gliederung oder Brainstorming mit KI Häufig ja Viele Hochschulen wollen den Arbeitsprozess nachvollziehen
Literaturrecherche mit KI (z. B. Perplexity) Häufig ja Quellen trotzdem eigenständig verifizieren
Datenanalyse oder Codierung mit KI Ja Gehört in den Methodenteil und ins KI-Verzeichnis
Rechtschreibprüfung (z. B. Duden Mentor) Meist nein Gilt an den meisten Hochschulen als zulässiges Hilfsmittel
Klassische Grammatikprüfung (z. B. LanguageTool) Meist nein Sobald neue Formulierungen generiert werden, dokumentieren

Formale Anforderungen — Platzierung, Unterschrift und digitale Abgabe

Selbst die inhaltlich perfekte Eigenständigkeitserklärung ist wertlos, wenn die Formalien nicht stimmen.

Die Eigenständigkeitserklärung steht auf der letzten Seite der Arbeit — nach dem Literaturverzeichnis und etwaigen Anhängen. Das KI-Verzeichnis wird als eigenständiger Anhang davor eingefügt. In den meisten Prüfungsordnungen erscheint die Eigenständigkeitserklärung nicht im Inhaltsverzeichnis und erhält keine Seitenzahl.

Die Erklärung muss handschriftlich unterschrieben werden — ein getippter Name genügt nicht. Bei digitaler Abgabe akzeptieren die meisten Hochschulen eine eingescannte handschriftliche Unterschrift. Einzelne Universitäten wie die Uni Graz bieten eine elektronische Signatur an. Prüfe vor der Abgabe, ob deine Hochschule eine qualifizierte elektronische Signatur erlaubt oder zwingend eine handschriftliche Unterschrift verlangt.

Checkliste vor der Abgabe — 8 Punkte

Gehe diese acht Punkte durch, bevor du deine Arbeit einreichst. Jeder einzelne kann über Bestehen oder Nicht-Bestehen entscheiden.

☐ Richtige Version? — Aktuelle Vorlage deiner Hochschule (SoSe 2026) verwendet
☐ KI-Passus enthalten? — Auch bei Nicht-Nutzung eine Negativerklärung einfügen
☐ KI-Verzeichnis vollständig? — Jedes Tool mit Name, Version, Zeitraum, Zweck und betroffenen Abschnitten
☐ Fließtext-Kennzeichnung? — Hinweise im Methodenteil oder in Fußnoten, falls gefordert
☐ Prompt-Protokolle gespeichert? — Chat-Verläufe als PDF exportiert und im Anhang nummeriert
☐ Absprache mit Lehrkraft? — Falls gefordert, Genehmigung schriftlich festgehalten
☐ Unterschrift? — Handschriftlich, mit Ort und Datum
☐ Richtige Platzierung? — Nach Literaturverzeichnis und Anhängen, ohne Seitenzahl

Infografik: Checkliste mit acht Prüfpunkten vor der Abgabe einer wissenschaftlichen Arbeit mit KI-Eigenständigkeitserklärung

AcadText — der schnelle Weg zum korrekten Entwurf

Du hast die Vorlagen und die Checkliste — aber dir fehlt die Zeit, neben der KI-Dokumentation auch noch den eigentlichen Text zu schreiben? Genau dafür gibt es AcadText.

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Das unterscheidet AcadText von ChatGPT und von klassischen Ghostwriting-Agenturen: Du bekommst keine rohe KI-Ausgabe ohne Struktur und keine wochenlange Wartezeit, sondern einen dokumentierten Entwurf zum Festpreis — als Arbeitsgrundlage zur eigenen Überarbeitung. AcadText sagt offen, dass der Text KI-generiert ist. Die akademische Verantwortung für die finale Fassung liegt bei dir. Genau so funktioniert ehrliches wissenschaftliches Arbeiten mit KI.

Arbeitstyp Festpreis Lieferzeit Inklusive
Hausarbeit ab 69 € 1 Stunde DOI-Quellen, Plagiatsbericht, GPTZero-Report
Bachelorarbeit ab 99 € 1 Stunde DOI-Quellen, Plagiatsbericht, GPTZero-Report
Masterarbeit ab 119 € 1–2 Stunden DOI-Quellen, Plagiatsbericht, GPTZero-Report

Der Entwurf ist eine Arbeitsgrundlage — du überarbeitest ihn, ergänzt deine eigene Argumentation und reichst ihn mit der passenden Eigenständigkeitserklärung ein. Die Vorlagen oben zeigen dir, wie du den KI-Einsatz korrekt dokumentierst.

KI richtig zitieren — APA, Harvard, Deutsche Zitierweise

Die Zitation von KI-Tools gehört zu den umstrittensten Fragen im wissenschaftlichen Arbeiten 2026. Die Uni Paderborn stellt klar: KI-generierte Texte sind keine wissenschaftlichen Quellen — sie sind eher vergleichbar mit Ergebnissen einer Internetrecherche. Dennoch haben die großen Zitiersysteme inzwischen Empfehlungen formuliert.

Im APA-Stil (7. Auflage) wird die KI-Nutzung im Methodenteil beschrieben. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis erfolgt nur, wenn du KI-Output direkt wiedergibst — in der Form: OpenAI. (2026). ChatGPT (Version GPT-4o) [Großes Sprachmodell]. https://chat.openai.com. Zusätzlich soll der verwendete Prompt und der relevante Output im Text oder im Anhang dokumentiert werden.

In der Deutschen Zitierweise und an den meisten deutschen Hochschulen werden KI-Tools nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt, sondern in einem separaten KI-Verzeichnis als Anhang. Die Uni Leipzig betont explizit, dass KI-Werkzeuge in einen eigenen Anhang gehören und nicht mit wissenschaftlicher Literatur gleichgestellt werden dürfen.

Im Zweifel gilt: Frage vor Beginn des Schreibprozesses bei deiner Lehrperson nach den geltenden Vorgaben — so vermeidest du böse Überraschungen.

Häufige Fehler bei der Eigenständigkeitserklärung KI

Die problematischsten Fehler entstehen nicht beim Schreiben, sondern bei der fehlenden Dokumentation und bei ungeprüften KI-Ausgaben.

Der häufigste Fehler ist das komplette Verschweigen der KI-Nutzung. Selbst wenn du KI nur für Brainstorming oder Recherche eingesetzt hast, verlangen die meisten Hochschulen inzwischen eine transparente Angabe. Genauso problematisch ist das Gegenteil: nur „ChatGPT verwendet“ zu schreiben, ohne Zweck, Umfang und betroffene Abschnitte zu nennen.

Ein weiterer kritischer Punkt sind halluzinierte Quellen. Wenn du KI für die Literaturrecherche nutzt, musst du jede einzelne Quelle eigenständig in Bibliothekskatalogen überprüfen. Genauso gefährlich ist es, KI-Ausgaben als eigene Formulierung auszugeben, wenn deine Hochschule hierfür Transparenz verlangt — oder umgekehrt: den KI-Einsatz in der Erklärung umfangreicher darzustellen, als er tatsächlich war.

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Häufig gestellte Fragen zur Eigenständigkeitserklärung mit KI

Eine Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus ist die erweiterte Version der klassischen Selbstständigkeitserklärung. Zusätzlich zur Bestätigung der eigenständigen Leistung gibst du an, ob und welche KI-Werkzeuge du bei der Erstellung deiner Arbeit eingesetzt hast — inklusive Zweck, Umfang und betroffener Abschnitte.

An den meisten deutschen Hochschulen ja. Seit dem Sommersemester 2025/26 fordern nahezu alle Prüfungsordnungen eine explizite Angabe zur KI-Nutzung. Selbst wenn du keine KI genutzt hast, verlangen viele Universitäten eine entsprechende Negativerklärung.

Je nach Hochschule und Prüfungsordnung drohen Konsequenzen von der Nachbesserungspflicht über Note 5,0 bis zur Exmatrikulation. Bei eidesstattlichen Erklärungen kann das Verschweigen sogar strafrechtliche Folgen nach § 156 StGB haben.

Alle generativen KI-Werkzeuge, die inhaltlich oder sprachlich in deine Arbeit eingegriffen haben: ChatGPT, Claude, Perplexity, DeepL Write, Gemini und ähnliche. Ob klassische Rechtschreibprüfungen angegeben werden müssen, hängt von den konkreten Vorgaben deiner Hochschule ab.

Die Eigenständigkeitserklärung ist eine hochschulinterne Versicherung ohne direkte strafrechtliche Konsequenzen — sie kommt bei Hausarbeiten und Seminararbeiten zum Einsatz. Die eidesstattliche Erklärung wird bei Abschlussarbeiten verlangt und ist rechtsverbindlich: Falsche Angaben können nach § 156 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden.

Ein KI-Verzeichnis ist eine Tabelle im Anhang deiner Arbeit mit mindestens vier Spalten: KI-Tool (Name, Version, Zeitraum), Verwendungszweck, betroffene Abschnitte und Art der Überarbeitung. Manche Hochschulen fordern zusätzlich Prompt-Protokolle und eine Reflexionsspalte. Beginne die Dokumentation ab dem ersten Prompt, nicht erst kurz vor der Abgabe.

In der Regel nein. Die meisten deutschen Hochschulen empfehlen, KI-Tools nicht im Literaturverzeichnis aufzuführen, sondern in einem separaten KI-Verzeichnis im Anhang. KI-Ausgaben gelten nicht als zitierfähige wissenschaftliche Quellen. Nur wenn du einen KI-Output direkt als Untersuchungsgegenstand zitierst, kann ein Eintrag nach APA- oder MLA-Richtlinien sinnvoll sein.

Das hängt von deiner Hochschule ab. Generative Überarbeitungstools wie DeepL Write gehen über klassische Rechtschreibkorrekturen hinaus und sollten im Zweifel dokumentiert werden. Prüfe die genaue Formulierung deiner Prüfungsordnung und frage bei Unsicherheit schriftlich beim Prüfungsamt nach.

Die Eigenständigkeitserklärung steht in der Regel auf der letzten Seite der Arbeit — nach dem Literaturverzeichnis und etwaigen Anhängen. Das KI-Verzeichnis wird als eigenständiger Anhang davor eingefügt. Die Erklärung erscheint meist nicht im Inhaltsverzeichnis und erhält keine Seitenzahl.

Vorlagen aus dem Internet dienen als Orientierung, ersetzen aber nicht die offizielle Vorlage deiner Hochschule. Prüfe immer zuerst, ob dein Prüfungsamt ein eigenes Formular bereitstellt, und übernimm dessen exakten Wortlaut. Die fünf Vorlagen in diesem Leitfaden decken die gängigsten Szenarien ab und lassen sich an die jeweilige

Meet the author: Thomas Henke

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